"A great photograph is one that fully expresses what one feels, in the deepest sense, about what is being photographed."

                                 

                                                                              - Ansel Adams

Jennifer Scales - Schönheit bewegt

(ENGLISH TEXT BELOW)

Jennifer Scales mit Kamera im Zug
Portrait: Marc Haug, 2018

Ich liebe die Natur, das Reisen und die Fotografie... das reicht vielleicht schon um zu erklären warum ich mache, was ich mache.

 

Aber weil ich selber auch gerne die "über mich" Seiten lese, wenn mich eine Webseite fasziniert, werde ich noch ein bisschen weiter ausholen:

 

Als ich 2003 mein Fotodesignstudium begann, dachte ich noch ich würde eine "normale" Fotografin werden, aber dann bin ich dem Reisen verfallen...

 

Ich habe mich in die Stadt Paris verliebt, als ich dort mein Praxissemester absolvierte, und habe jede Gelegenheit genutzt um hinzufahren. Am Tag nachdem ich meine erste digitale Spiegelreflex gekauft hatte, saß ich wieder einmal im Busnach Paris und spielte mit meiner neuen Errungenschaft. Als es begann zu dämmern, und die Belichtungszeiten länger wurden, sah ich die ersten Bilder die nicht nur die Landschaft, sondern auch die Bewegung zeigten. Einige der allerersten Bilder sind auch hier auf der Webseite zu sehen. (Munich-Paris, 2005)

 

Voller Begeisterung begann ich die wunderbare Welt der Bewegungsunschärfe zu entdecken. Kaum nötig es zu erwähnen, ich habe experimentelle Fotografie als Hauptfach für die verbleibenden Jahre des Studiums gewählt, und meine Diplomarbeit (Der Weg ist das Ziel, 2007) war die Essenz dessen, was ich bis dahin gelernt hatte.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon beschlossen, dass es genug Fotografen auf der Welt gibt, die scharfe Bilder amchen, und wurde stattdessen Künstlerin. Ich zeigte meine Arbeiten in München und Slowenien (damals gerade mein Lieblingsland) und nutzte jede Gelegenheit zum Reisen und fotografieren.

 

Meine erste Große Einzelausstellung 2009 war so inspirierend für mich (und die Besucher), dass ich keine Zweifel mehr hatte, auf dem richtigen Weg zu sein. Und als ich so von Ausstellungsort zu Ausstellungsort reiste, beschlich mich das Gefühl, dass diese "Reisekunst" eine spezielle Präsentation brauchte.

 

Das war die Geburtsstunde der "Mobilen Galerie": Mein Wohnmobil, in dem ich damals wohnte wurde zur Galerie und zum Showroom, und ich genoss es unglaublich eine Zeit lang eine Kunstzigeunerin zu sein. (Mehr dazu auf meinem Archivblog http://mobile-photo-art.blogspot.de/)

 

Im selben Jahr begann ich die spezielle Ästhetik des Reisens im französischen TGV genauer unter die Lupe, oder besser, vor die Linse zu nehmen. Mit Hochgeschwindigkeit durch "leere Landschaften" zu fahren war die Grundlage einer neuen Serie von Motiven, in der die entstehenden Muster im Vordergrund stehen, und Details verschwinden. Einige meiner Lieblinge sind hier in der Galerie zu sehen. ("TGV 2009" und "TGV 2010")

 

Als ich 2010 Mutter wurde, nahm mein Leben wieder langsamere Züge an, und die Serie von "Herbst 2011" ist die erste, die vollständig aus dem Gehen heraus entstanden ist, auf langen Waldspaziergängen mit dem Kinderwagen.

 

Nach einer Ruhepause mit einigen kleineren Ausstellungen brachte mich meine Leidenschaft 2013 wieder in die Gänge und auf die Schiene. Mit den Serien "Railjet" und "Eurostar" entstanden neue Ansichten von europäischen Bahnstrecken, und 2015 kamen noch exotischere Reisen hinzu. Die offenen Zugtüren der Indischen Bummelbahn haben genauso ihren eigenen Reiz wie die Aussicht aus modernen Hochgeschwindigkeitszügen in China und Taiwan. Und ich habe immer noch nicht genug von der Schönheit, die ich mit der Kamera einfange. Ich bin immer noch bewegt von Schönheit

 

Jennifer Scales - Moved by Beauty

Jennifer Scales with her camera in the train
Photo: Marc Haug, 2018

I love nature, travel and photography... that might be all that is needed to explain why I do what I do.

But being the kind of person who enjoys reading the "about me" texts on every website, I´ll go in for a little more detail:

 

When I started studying photodesign in 2003, I still thought, I´d be just a "normal" photographer once I´d got my diploma, but then I got hooked on travelling...

 

I fell in love with Paris when I did my practical training semester there, and used every opportunity to visit this amazing city. The day after I bought my first digital SLR, I was once again on the night bus, and started playing around with my new toy. As the light faded, and the shutter times grew longer, I started seeing the first results of capturing the motion through the landscape. You can see these in my gallery (Munich-Paris, 2005)

 

I was thrilled, and began to exlore the wonderful worlds of motion and blur. Needless to say; I chose experimental photography as a main subject in the remaining years of my studies, and when I did my diploma work (Der Weg ist das Ziel, 2007), it was the essence of what I had learned so far.

 

By that time I had already decided that the world had enough photographers for doing the "focussed" pictures, and became an artist instead. I showed my work in Munich and Slovenija (which was my favourite country at the time), and used every opportunity to travel and created photo art.

 

My first big solo exhibition in 2009 was so beautiful and inspiring for me and the visitors, that I knew I was on the right track. But as it traveled from location to location, I felt that this special kind of photography needed a special kind of presentation.

The Mobile Gallery was born: My campervan, in which I lived at the time became my gallery and "showroom", and I hugely enjoyed being an art gypsy for a while. (To find out more about this you can visit my blog:  http://mobile-photo-art.blogspot.de/)

 

In the same year, I started exploring the special aesthetics of the French high speed train TGV. Moving with race car speed through "empty lands" gave birth to a completely new series of motives, that dealt with patterns rather than with details. See some of my favourite works in "TGV 2009" and "TGV 2010" in the gallery.

 

Life took on a slower turn when I became a mother in 2010, and so the series you will find for 2011 is the first one that has been entirely taken while walking through the forrest of my hometown, instead of zooming through European landscapes. ("Herbst 2011")

 

After some quiet times with just a few exhibitions, my passion got me back on track (and back in the train) in 2013, with the new series "Railjet" and "Eurostar", showing the beauty of European landscapes. In 2015, I added some more exotic backgrounds to  my work. Taking pictures through open doors in a slow Indian railway has it´s own charm, and so has the view from Chinese and Taiwanese high speed trains. And I still don´t get bored with all the beauty that I find through my lens...

I am still moved by beauty.